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The Greatest Showman – ein musikalischer Appell an die Gesellschaft

Ende des Jahres 2017 kam noch ein Film heraus, der nach La La Land die Musical Film Industrie erneut aufblühen lies: The Greatest Showman. Der Film befasst sich mit dem Leben des P.T. Barnum, welcher aus einer Idee, die aus seiner Verzweiflung hervorging, eine neue Welt der Darstellung und Magie erschuf: Den Zirkus. Der Film beruft sich teilweise auf die wahre Geschichte von Phineas Taylor Barnum. 


Achtung: Dieser Artikel enthält Spoiler! Wenn Sie diesen Film noch nicht gesehen haben, sollten Sie ihn erst anschauen! 


Nach einer schwierigen Jugend zieht der junge Barnum nach New York, um dort zu arbeiten. Dort verliert er aber schon nach kurzer Zeit seinen Job, was ihn und seine Frau Charity in Existenzsorgen treibt. Er versucht, mit diversen Modellen Geld zu verdienen, bis eine seiner Ideen anschlägt: Er kauft sich eine alte Museumshalle. Zunächst versucht er die Menschen mit den dort ausgestellten, ausgestopften Tieren zu beeindrucken – erfolglos. Trotz dieser Misserfolge lässt er sich nicht unterkriegen, macht entschlossen weiter und wirbt in der ganzen Stadt für seinen Zirkus, dessen Grundidee ihm seine Töchter geben: Er bräuchte etwas „lebendiges“. Barnum entschließt sich, so kuriose Dinge zu präsentieren, dass die Menschen einfach hinschauen mussten: egal, ob es ihnen auf den ersten Blick gefiel oder nicht. 

So entschloss sich Barnum, eine Gruppe aus den verschiedensten und zugleich merkwürdigsten Menschen zusammenzustellen, die er finden konnte. Durch ihn fanden diese Menschen, die aufgrund ihrer Diversität von der Gesellschaft verstoßen wurden, einen neuen Platz und eine Art „Familie“, in der alle so waren wie sie selbst: anders. 

Genau durch diese Harmonie von unterschiedlichsten Personen schlug die Idee von Barnum großartig ein: binnen kürzester Zeit wurde der Zirkus bekannt und berühmt. Der Erfolg geht so weit, dass Barnum sogar mit der berühmten schwedischen Opernsängerin Jenny Lind auf Tour geht.

Doch wie zu erwarten war, kann der Erfolg nicht ewig steigen: Als Barnum von seiner Tour zurück kommt, wurde der Zirkus von den Kritikern, die ihm von Anfang an im Weg standen in Flammen gesetzt. Ihre Motive: Rassistische, wie sie in der heutigen Gesellschaft wiederzufinden sind. Sie konnten den Erfolg der „anderen“, der durch ihre Abnormalität zustande kam, nicht ertragen. 

Doch Barnum hat nicht einfach einen Zirkus mit Angestellten geschaffen. Er schuf eine Familie, eine Gruppe, die in jeder Zeit zusammen hält. Und so kam es, dass sein guter Freund und Co Direktor Phillip Carlyle ihm seine bisherige Zahlungen offenlegte, damit sie zusammen einen neuen, größeren Zirkus aufbauen können. In diesem wird am Ende des Filmes mit unglaublicher Musik und Effekten der Erfolg des Zirkus, der Gleichberechtigung und der Diversität aller gefeiert. 

The Greatest Showman ist ein Film, der den Erfolg mit all seinen Preisen auf eine bemerkenswerte, musikalisch unglaublich gute Art und Weise wiedergibt, dass man noch Tage danach an den Film denken muss. Mehrfaches Anschauen lohnt sich bei diesem Film auf jeden Fall. 

2 Kommentare

  1. The greatest Showman ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Die musikalische Gestaltung aber auch die Handlung gibt ihm etwas so magisches, dass man sich der Geschichte ganz hingeben kann. Der Film zeigt ein wichtiges Problem der heutigen Gesellschaft und vorallem wie einfach es zu lösen wäre.

    1. Das ist richtig, auch wenn die Handlung nicht zu unserer aktuellen Zeit spielt, lassen sich die Konflikte natürlich trotzdem auf unseren Alltag übertragen. Leider können auch heute die meisten Menschen, die anders als die Masse sind, ihre oft unglaublichen Potentiale nicht entfalten, da sie durch die Gesellschaft und deren Angst vor ihnen eingeschränkt werden.

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